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7. und 8. April in Düsseldorf

Präsentation beim G20-Digitalminister-Treffen

Die Gruppe der 20 – kurz G20 – ist ein informelles Forum der 20 größten Industrienationen der Welt. Bei den zweitägigen Beratungen in Düsseldorf ging es unter anderem um die Chancen der Digitalisierung für Wachstum, Beschäftigung und Industrie. Es war das erste Treffen dieser Art und fand auf Einladung von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries statt. Die Bundesregierung hat die Digitalisierung zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht.

Um die Minister über aktuelle Technologieentwicklungen zu informieren, hatte das Bundeswirtschaftsministerium Vertreter der Firmen Kuka, Airbus, Fraunhofer Institut sowie VDE/DKE und INOSOFT eingeladen, um vor Ort über ihre Lösungen zu berichten.

„Ein digitaler Zwilling ist das digitale Pendant zu einem realen, physischen Produkt", erläutert INOSOFT Vorstand Thomas Winzer. „Dieser Zwilling wird zusammen mit der Produktidee geboren, dient bei der Fertigung als Vorlage und bleibt über den gesamten Lebenszyklus mit dem Produkt verbunden."

Gerade mit Blick auf Industrie 4.0 ist es sinnvoll, auch Vorschriften und Normen in eine maschinell lesbare Form zu überführen, um einen Abgleich mit dem digitalen Zwilling vornehmen zu können. So können die technischen Aspekte des Produktes noch vor der eigentlichen Produktion geprüft werden, um mögliche Probleme des späteren Endprodukts zu erkennen und auszuschließen. Das spart Zeit und Kosten.

Wie eine entsprechende Lösung konkret aussehen kann, wurde den Digitalministern anhand der entwickelten Augmented Reality-Anwendung demonstriert: Als digitales Pendant zum realen Produkt wird dabei ein per Software erzeugter virtueller Schaltschrank über eine Datenbrille in das Blickfeld des Betrachters projiziert. Der Betrachter kann das erzeugte Objekt dabei von allen Seiten anschauen.
Auf Knopfdruck erfolgt die vollautomatische Prüfung "gegen die Norm", die optisch und dreidimensional verfolgt werden kann. Erkennt das System einen Fehler, wird das entsprechende Bauteil markiert und Hinweise zur Fehleranalyse eingeblendet.

„Wir wollen mit dieser Lösung deutlich machen, wie durch die Digitalisierung der produzierenden Industrie die reale und die virtuelle Welt zusammenwachsen. Und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben", fasst Winzer zusammen. „Wir sind sehr stolz, dass wir auf der G20 Konferenz dabei durften und freuen uns darauf, mit unseren Beiträgen die Entwicklung aktiv mitzugestalten."

Eindrücke vor Ort

Ab Minute 1:16 ist der "Digitale Zwilling" zu sehen:

 

10.04.2017
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